Filmographie als Schauspieler

River Phoenix - Bildurheber: Von photo by Alan Light, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1192264
 

River Phoenix

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River Phoenix (* 23. August 1970 in Metolius bei Madras, Oregon; † 31. Oktober 1993 in West Hollywood, Kalifornien; gebürtig River Jude Bottom) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Musiker.

Die Familie zog kurz nach der Geburt weiter und schloss sich 1973 der Sekte Kinder Gottes von David Berg an. Sie siedelten nach Südamerika um und waren als Missionare tätig, John wurde sogar zum "Erzbischof von Venezuela und der Karibik" ernannt. Drei Kinder wurden in dieser Zeit geboren: Rain Joan of Arc (kurzzeitig Rainbow), geboren 21. November 1972, Joaquin (kurzzeitig: Leaf), geboren am 28. Oktober 1974 in Puerto Rico, und Libertad Mariposa (Liberty Mariposa Butterfly), geboren am 5. Juli 1976. Zeitweise stark verarmt, lebten die Bottoms in verschiedenen Ländern Mittel- und Südamerikas, unter anderen in Costa Rica und Venezuela. Die Eltern unterrichteten ihre Kinder selbst und förderten ihre musischen Fähigkeiten. Mit sieben Jahren verdiente Phoenix zusammen mit seiner Schwester Rain für die Familie Geld als Strassenmusiker in Caracas - das Gitarrespielen sollte zeitlebens seine Leidenschaft bleiben.

Im November 1978 kehrte die Familie der Sekte desillusioniert den Rücken. Heart Phoenix gab später in einem Interview an, besonders das sogenannte "Flirty Fishing", eine Form religiöser Prostitution, sowie das herrische Benehmen des selbsternannten "Führers" David Berg hätten dazu geführt, dass sie sich von der Gruppierung lösen wollten. Es gilt als nicht erwiesen, ob Phoenix und seine Geschwister mit der in der Sekte geförderten Auslebung von infantiler Sexualität konfrontiert wurden. Der Legende nach reisten die Bottoms auf einem Frachtschiff in die USA zurück und konnten dort hautnah den kommerziellen Fischfang beobachten, dieses Erlebnis führte dazu, dass die ganze Familie ab diesem Zeitpunkt vegan zu leben begann. Im Dezember 1978 kam das letzte Kind der Bottoms, Summer Joy Phoenix, in Winter Park, Florida zur Welt, wo sie vorübergehend bei Hearts Eltern ein Heim gefunden hatten. Als Symbol des neuen Lebensabschnittes änderte John Bottom den Namen der Familie 1979 in Phoenix und sie liessen sich im Grossraum Los Angeles nieder. Rivers Vater arbeitete zunächst als Gärtner, ehe ihn eine Rückenverletzung berufsunfähig machte. Rivers Mutter Heart übernahm eine Stelle als Sekretärin bei NBC, um für den Familienunterhalt zu sorgen.

So konnte sie sich bemühen, die Kinder durch kleine Engagements in Werbespots beim Film unterzubringen. Von 1982 bis 1983 spielte Phoenix den zwölfjährigen Guthrie in der Fernsehserie Seven Brides for Seven Brothers. Andere Fernsehauftritte in den Serien Hotel und Fantasy Island folgten. 1985 gab er sein Filmdebüt in Joe Dantes Explorers - Ein phantastisches Abenteuer. Der Durchbruch gelang ihm 1986 mit dem Film Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers, der in den USA zum Kassenschlager wurde. Es folgten Peter Weirs The Mosquito Coast mit Harrison Ford und Little Nikita, ein Agententhriller an der Seite von Sidney Poitier. 1988 wurde er für die Rolle des Danny Pope in dem Sidney-Lumet-Film Die Flucht ins Ungewisse als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert. Neben seinen Aktivitäten als Schauspieler gründete Phoenix mit seiner Schwester Rainbow die Band Aleka’s Attic, die an Weihnachten 1988 ihr erstes Konzert gab. Er spielte Gitarre, sang und schrieb die Songs, wovon einige für wohltätige Zwecke der Tierschutzorganisation PETA veröffentlicht wurden. Das Debütalbum der Gruppe konnte jedoch vor seinem Tod nicht fertiggestellt werden.

1989 übernahm Phoenix in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug die Rolle des jungen Indiana Jones.

In dem Film My Private Idaho spielte er unter der Regie von Gus Van Sant 1991 an der Seite von Keanu Reeves einen homosexuellen Stricher. Danach drehte er Sneakers - Die Lautlosen, unterschrieb einen Vertrag für Dark Blood und stand auf der Besetzungsliste von Interview mit einem Vampir.

Während der Dreharbeiten zu Dark Blood, in der Halloween-Nacht 1993, brach Phoenix nach einer Überdosis Heroin und Kokain (Speedball) in den Armen seines Bruders Joaquin Phoenix und im Beisein seiner Schwester Rain Phoenix vor dem Nachtclub Viper Room in West Hollywood zusammen. Zwar wurde er noch in ein Krankenhaus eingeliefert, dort konnte jedoch nur noch der Tod durch Herzstillstand festgestellt werden. Die Autopsie stellte daneben auch noch Valium, Cannabis und andere Drogen in seinem Blut fest. Da keine Einstichstellen gefunden wurden, muss er die Drogen oral oder intranasal ("schnupfen") zu sich genommen haben. George Sluizer stellte den Film Dark Blood 2012 fertig. Am 27. September 2012 wurde Dark Blood zum ersten Mal einem öffentlichen Publikum auf dem Niederländischen Filmfestival präsentiert. Die deutsche Premiere erfolgte auf der Berlinale 2013.

In dem erst nach dem Tod des Jungschauspielers begonnenen Interview mit einem Vampir übernahm Christian Slater die für Phoenix vorgesehene Rolle des Journalisten. Christian Slater spendete seine gesamte Gage an eine Tierrechts-Organisation, die River unterstützt hatte. Im Abspann des Films ist vermerkt “In Memory of River Phoenix” ("Im Gedenken an River Phoenix"). Wenige Wochen nach seinem tödlichen Zusammenbruch kam mit Schweigende Zunge (Silent Tongue) der letzte Film mit Phoenix in der Hauptrolle in die Kinos.

Auch während seiner Schauspielerkarriere widmete sich River Phoenix der Musik. Er spielte Songs mit seinem Freund John Frusciante von den Red Hot Chili Peppers ein, von denen einige 1997 auf Frusciantes Album Smile From The Streets You Hold veröffentlicht wurden. 1991 schrieb und sprach er den Songtext für Curi Curi, ein Lied, das auf dem Album TXAI von Milton Nascimento zu finden ist. Im Jahre 1993 war er in einem Video zu sehen, in dem er Flea, den Bassisten der Red Hot Chili Peppers, interviewte (Flea - Bass Jamming & Techniques). Ausserdem haben ihm nach seinem Tod zahlreiche Musiker wie Natalie Merchant, R.E.M., Paul Ellis und die Red Hot Chili Peppers Lieder gewidmet. Zu seinen Freunden gehörten unter anderen Flea, John Frusciante, Michael Stipe (R.E.M.) und die Schauspieler Keanu Reeves, mit dem 1989 schon sein kleiner Bruder Joaquin (damals Leaf) den Film Eine Wahnsinnsfamilie drehte, und Johnny Depp, in dessen Club er des Öfteren mit seiner Band gespielt hat.

Er blieb Zeit seines Lebens der alternativen Erziehung seiner Eltern treu, war ein überzeugter Umwelt- und Tierschützer und lebte als Veganer. Er unterstützte die Tierrechtsorganisation PETA, half bei Spendensammlungen und kaufte Regenwald in Costa Rica.


(Quelle: Wikipedia)
1992
1991

Das Ende der Unschuld

My Own Private Idaho

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1989

Indiana Jones 3: Der Letzte Kreuzzug

Indiana Jones and the Last Crusade

Indiana Jones 3: Der Letzte Kreuzzug (Blu-ray Filme) Indiana Jones 3: Der Letzte Kreuzzug (DVD Filme)

1986