Filmographie als Schauspieler

Alex Brendemühl - Bildurheber: Von Georges Biard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49212069
 

Alex Brendemühl

Bildurheber: Von Georges Biard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49212069

Alex Brendemühl, auch Àlex Brendmühl Gubern, (* 27. November 1972 in Barcelona) ist ein spanisch-deutscher Schauspieler katalanischer Herkunft.

Brendemühl, „halb Spanier, halb Deutscher“, wurde als Sohn eines deutschen Vaters und einer spanischen Mutter geboren. Er wuchs in Barcelona mehrsprachig mit Deutsch, Spanisch und Katalanisch als Muttersprachen auf. Er besuchte die Deutsche Schule Barcelona und absolvierte eine Schauspielausbildung im Fachbereich Darstellende Kunst an der Real Escuela de Arte Dramático (RESAD) in Madrid. Danach war er hauptsächlich als Theaterschauspieler und Synchronsprecher tätig. Im Laufe seiner Karriere spielte Brendemühl regelmässig auch immer wieder Theater. 2004 trat er im Theater Sala Beckett in Barcelona in der Uraufführung des katalanischen Theaterstücks Plou a Barcelona (dt.: Regen in Barcelona) von Pau Mirò auf. 2006 spielte er am Teatre Lliure in Barcelona in dem Theaterstück Bales i Ombres von Pau Mirò. 2010 trat er, unter der Regie von Roger Gual, in dem Theaterstück Más allá del Puente am Teatre Borràs in Barcelona und am Lara Theatre in Madrid auf.

Seit Mitte der 1990er Jahre war Brendemühl in zahlreichen spanischen Fernsehserien und Kinofilmen zu sehen; er spielte zunächst hauptsächlich grössere und kleinere Nebenrollen.

Sein Kinodebüt gab er 1995 in dem Episodenfilm El perquè de tot plegat (Episode: Despit). Seine erste Hauptrolle hatte er 1998 als Juan in der spanischen Filmkomödie Un banco en el parque von Agustí Vila. Darin spielte er einen jungen Mann, der kürzlich von seiner Freundin verlassen wurde und sich nun auf neue Bekanntschaften mit mehreren Frauen einlässt, die er auf einer Parkbank oder in einer Bar trifft. Für seine Rolleninterpretation erhielt er 2000 auf dem Filmfestival in Toulouse den Preis als „Bester Nachwuchsdarsteller“.

Der grosse Durchbruch gelang ihm 2003 mit der Hauptrolle in dem Kriminaldrama Las horas del día von Jaime Rosales. Brendemühl verkörperte darin einen „unscheinbaren Boutique-Besitzer, der als Serienkiller die Einwohner von Barcelona in Angst versetzt“. In dem Liebesdrama En la ciudad (2003) spielte er den von seiner Ehefrau getrennt lebenden Lehrer Tomás, der ein Verhältnis mit seiner 16-jährigen Schülerin hat. In dem Filmdrama 53 días de invierno (2006) spielte er den verheirateten Wachmann Celso, der in grossen finanziellen Schwierigkeiten steckt und erfährt, dass er erneut Vater wird, diesmal von Zwillingen. Für seine Rolle erhielt Brendemühl den Premio Sant Jordi in der Kategorie „Bester Schauspieler“. In dem auf Mallorca spielenden Filmdrama Yo (2007) verkörperte er den mysteriösen deutschen Gastarbeiter Hans, der inkognito auf Mallorca kommt, um ein neues Leben zu beginnen. Für diese Rolle wurde er 2008 ebenfalls mit dem Premio Sant Jordi und beim Filmfestival in Toulouse in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ ausgezeichnet.

In der Filmbiografie Die zwei Leben des Andrés Rabadán (Les dues vides d'Andrés Rabadán) übernahm Brendemühl 2008 die Titelrolle. Er verkörperte den Mörder Andrés Rabadan, den „Verrückten mit der Armbrust“, der in den 1990er Jahren seinen Vater tötete, mehrere Züge zum Entgleisen brachte und dadurch traurige Berühmtheit erlangte. 2010 wurde er für seine schauspielerische Leistung in dieser Rolle mit dem Premio Gaudi (katalanischer Filmpreis) als „Bester Hauptdarsteller“ ausgezeichnet. In dem Thriller Rabia – Stille Wut (2009) spielte er als Alvaro Torres den Sohn des Hauses.

In deutschen Fernsehen war Alex Brendemühl in dem Liebesdrama Die Liebe der Kinder (2009) zu sehen. Er verkörperte darin, an der Seite von Marie-Lou Sellem, den pragmatischen Baumschneider Robert, dessen 17-jähriger Sohn sich in die Tochter seiner neuen Lebensgefährtin verliebt.

Brendemühl lebt in Barcelona; er besitzt die spanische Staatsangehörigkeit.


(Quelle: Wikipedia)
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