Peyo (Author/Illustrator)
Pierre "Peyo" Culliford, geboren am 25. Juni 1928 in Schaerbeek, war ein belgischer Comiczeichner, dessen erfolgreichste Kreation die Schlümpfe sind.
In seiner Jugend las er viele Comicmagazine. Früh entstand in ihm der Wunsch, selbst Comiczeichner zu werden. Bald veröffentlichte er auch kleine humoristische Comic-Reihen in diversen Zeitungen und Zeitschriften.
Im April 1946 erschienen in der Zeitung La dernière heure die ersten Geschichten des Pagen Johann auf einer mittelalterlichen Burg. Sein grösster Wunsch war es, seine Schöpfungen in Spirou, einer der grössten Comiczeitschriften Belgiens, unterzubringen, was ihm nach grossen Mühen und auf Fürsprache von Franquin 1952 schliesslich gelang.
Erst 1954 fand er zu seinem eigentlichen Stil und schuf zusätzlich die Figur des Hofnarren Pfiffikus, des Begleiters von Johann, der überaus beliebt wurde.
Ein Wendepunkt war das Jahr 1958, als im neunten Abenteuer von Johann und Pfiffikus mit dem Titel La flûte à six trous (dt. später Die Schlümpfe und die Zauberflöte) erstmals die besagten Schlümpfe auftauchten, von denen die Leser schon bald mehr verlangten. Deshalb entschloss sich Peyo 1959 auf Anregung des Spirou-Chefredakteurs Yvan Delporte, eine erste eigene Schlumpf-Geschichte im Miniformat zu zeichnen.
Daraus entwickelte sich ein so überwältigender Erfolg, dass er letztlich sogar seine geliebte Comicreihe Johann und Pfiffikus an den Nagel hängen musste. Der endgültige Durchbruch seiner Comicreihe Die Schlümpfe wurde aber erst durch den abendfüllenden Zeichentrick-Spielfilm Die Schlümpfe und die Zauberflöte 1975/76 und vor allem über die Zeichentrickserie im Fernsehen ab 1981 (in Deutschland ab 1983) erreicht, nach der eine riesige Vermarktung einsetzte.
Peyo starb nach schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren am Heiligabend 1992. Er hinterliess seine Ehefrau Nine und seine zwei Kinder (Sohn und Tochter), welche an Zeichnungen und Vermarktung bereits zu seinen Lebzeiten teilnahmen.
Sein Sohn Thierry Culliford führt sein Vermächtnis unter dem Pseudonym Peyo weiter.