Kein vollwertiges Spiel? Sorry Zockerfreunde - die meisten Spiele hat man heutzutage in weniger als 10 Stunden beendet (wie auch das neue Darkness). Wenn man hier nach 20-30 Stunden das Ende sieht und sich ab der kurzen Spielzeit, dem Ende oder den DLC's aufregt, dann ist das einfach nur billig. Ich bin bereits bei einer Spielzeit von 90 Stunden und hab das Spiel noch nicht mal ansatzweise komplett durchgespielt (105 von 160 Fragmenten). Dass man für das perfekte Ende einige besondere Aufgaben nach dem ersten Spieldurchgang beenden muss, wissen wohl auch die wenigsten, und die DLC's sind nichts weiter als ein Bonus für Fans. Von einer Abzocke kann hier nicht die Rede sein. Offenbar wissen die meisten Spieler einfach nicht mehr, dass man zu SNES Zeiten 129Fr.- für ein Spiel hinblättern musste, welches man dann teilweise in 4 Stunden durch hatte. (Turrican 1 konnte ich in einem Speedrun gar in 18min. beenden und trotzdem hab ich das Spiel geliebt). Zu N64 Zeiten zahlte man dann teilweise gar 149Fr.- für ein Spiel und das bei einem wöchentlichen Taschengeld von vielleicht 8Fr.-. Also kommt mal wieder auf den Boden zurück und jammert nicht wegen jeder Kleinigkeit rum. Klar hätte man (wie in jedem Spiel) das eine oder andere besser machen können - aber wer das Spiel nach 20-30 Stunden als beendet betrachtet, der hat einen Grossteil des Spiels einfach ignoriert.
Zum Spiel selbst... Als Fan des Vorgängers (welches ich 2x durchgezockt habe inkl. Platin-Medaille) überzeugen mich nicht alle Änderungen restlos. So konnte man in FFXIII z.B. selbst bestimmen, welche Gegner man farmen wollte und welche nicht, da sämtliche Gegner auf der Karte sichtbar waren. Das neue System ist zwar ebenfalls gelungen, allerdings hängt hier das erscheinen eines Gegners wie schon in FFX von einem gewissen Seltenheits- / Zufalls- / Glücks-Faktor ab, was das farmen nach Monsterkristallen und Items deutlich mühsamer macht. Dieser Glücksfaktor findet sich leider auch in anderen Spielelementen. Im Casino muss man -für ein Fragment- an einem Automaten z.B. 7777 Münzen gewinnen (unnötig zu erwähnen, dass das kaum Spass macht), und bei den Quizfragen (die teilweise wirklich amüsant sind) finden sich immer mal wieder Glücksfragen darunter wie; "rechts oder links?" / "schwarz oder rot?" / "gerade oder ungerade?" - was bei einer falschen Antwort zu einem Quiz-Neustart führt. Wer sämtliche Spielaufgaben beenden will, braucht hier also etwas mehr Nerven / Geduld als noch in FFXIII. Davon abgesehen wäre auch eine Option wünschenswert gewesen, die den Autospeicher ausschaltet und das Spiel dort fortsetzt, wo man zuletzt gespeichert hat - und einen nicht jedes mal zuerst in die Chronosphäre schickt.
Von diesen Kritikpunkten abgesehen, hab ich aber kaum was am Spiel auszusetzen. Audio-Visuell wird so ziemlich das letzte aus den Konsolen geholt. Und das ist mehr als nur beeindruckend. Zudem ist man hier auch deutlich auf die Fancommunity eingegangen. So kann man nun jedes Level komplett wiederholen, was es einen erlaubt sämtliche Aufgaben, die man verpasst hat, fast jederzeit nachzuholen. Es gibt auch keinen Levelabhängigen Levelcap mehr, so dass man sich schon früh optionalen Aufgaben und dem Farmen zuwenden kann. Zudem kann man nun auch jederzeit hüpfen, einige neue Rätsel lösen, Städte erkunden, sich bei den Dialogfragen für verschiedene Antworten entscheiden und wenn der Anführer im Kampf stirbt, übernimmt man einfach die Rolle des Partners. Der Schwierigkeitsgrad könnte - je nachdem wieviel Zeit man fürs Farmen aufwendet - zwar etwas höher sein, aber der Hardcore-Spieler findet hier in einigen optionalen Bossaufgaben sicher auch noch die eine oder andere Herausforderung.
Die Story selbst hat mir in FFXIII zwar soweit besser gefallen (und es empfiehlt sich, dieses auch durchgespielt zu haben - oder sich zumindest etwas mit den Texterklärungen zur Vorgeschichte und den Charakteren im Spiel zu befassen), aber noch habe ich FFXIII-2 ja nicht beendet. Neu ist übrigens auch, dass das dritte Partymitglied einem Monster vorbehalten ist, welches es erstmal einzufangen gilt. Letztendlich dürften so -bei einer umfassenden Erkundung- gut und gerne an die 100 verschiedene Monster zusammenkommen, die alle ihre eigenen Rollen- und Zauberfertigkeiten besitzen und sich im Kampf einsetzen lassen. Damit wiegt der Kritikpunkt, dass man sonst eigentlich immer nur mit Serah und Noel unterwegs ist, nicht mehr ganz so schwer, - erreicht man mit diesem System (auf kosten der Charakterpersönlichkeit) doch eine Partyvielfalt, die so ihresgleichen sucht.
Alles in allem sollte man dem Spiel sicher eine Chance geben, wenn man mit der Final Fantasy Serie etwas anfangen kann. Für Fans des 13. Teils ist das Spiel hingegen eh ein Pflichtkauf. ;)
Kommentar
Kein vollwertiges Spiel? Sorry Zockerfreunde - die meisten Spiele hat man heutzutage in weniger als 10 Stunden beendet (wie auch das neue Darkness). Wenn man hier nach 20-30 Stunden das Ende sieht und sich ab der kurzen Spielzeit, dem Ende oder den DLC's aufregt, dann ist das einfach nur billig. Ich bin bereits bei einer Spielzeit von 90 Stunden und hab das Spiel noch nicht mal ansatzweise komplett durchgespielt (105 von 160 Fragmenten). Dass man für das perfekte Ende einige besondere Aufgaben nach dem ersten Spieldurchgang beenden muss, wissen wohl auch die wenigsten, und die DLC's sind nichts weiter als ein Bonus für Fans. Von einer Abzocke kann hier nicht die Rede sein. Offenbar wissen die meisten Spieler einfach nicht mehr, dass man zu SNES Zeiten 129Fr.- für ein Spiel hinblättern musste, welches man dann teilweise in 4 Stunden durch hatte. (Turrican 1 konnte ich in einem Speedrun gar in 18min. beenden und trotzdem hab ich das Spiel geliebt). Zu N64 Zeiten zahlte man dann teilweise gar 149Fr.- für ein Spiel und das bei einem wöchentlichen Taschengeld von vielleicht 8Fr.-. Also kommt mal wieder auf den Boden zurück und jammert nicht wegen jeder Kleinigkeit rum.Klar hätte man (wie in jedem Spiel) das eine oder andere besser machen können - aber wer das Spiel nach 20-30 Stunden als beendet betrachtet, der hat einen Grossteil des Spiels einfach ignoriert.
Zum Spiel selbst...
Als Fan des Vorgängers (welches ich 2x durchgezockt habe inkl. Platin-Medaille) überzeugen mich nicht alle Änderungen restlos. So konnte man in FFXIII z.B. selbst bestimmen, welche Gegner man farmen wollte und welche nicht, da sämtliche Gegner auf der Karte sichtbar waren. Das neue System ist zwar ebenfalls gelungen, allerdings hängt hier das erscheinen eines Gegners wie schon in FFX von einem gewissen Seltenheits- / Zufalls- / Glücks-Faktor ab, was das farmen nach Monsterkristallen und Items deutlich mühsamer macht. Dieser Glücksfaktor findet sich leider auch in anderen Spielelementen. Im Casino muss man -für ein Fragment- an einem Automaten z.B. 7777 Münzen gewinnen (unnötig zu erwähnen, dass das kaum Spass macht), und bei den Quizfragen (die teilweise wirklich amüsant sind) finden sich immer mal wieder Glücksfragen darunter wie; "rechts oder links?" / "schwarz oder rot?" / "gerade oder ungerade?" - was bei einer falschen Antwort zu einem Quiz-Neustart führt. Wer sämtliche Spielaufgaben beenden will, braucht hier also etwas mehr Nerven / Geduld als noch in FFXIII. Davon abgesehen wäre auch eine Option wünschenswert gewesen, die den Autospeicher ausschaltet und das Spiel dort fortsetzt, wo man zuletzt gespeichert hat - und einen nicht jedes mal zuerst in die Chronosphäre schickt.
Von diesen Kritikpunkten abgesehen, hab ich aber kaum was am Spiel auszusetzen. Audio-Visuell wird so ziemlich das letzte aus den Konsolen geholt. Und das ist mehr als nur beeindruckend. Zudem ist man hier auch deutlich auf die Fancommunity eingegangen. So kann man nun jedes Level komplett wiederholen, was es einen erlaubt sämtliche Aufgaben, die man verpasst hat, fast jederzeit nachzuholen. Es gibt auch keinen Levelabhängigen Levelcap mehr, so dass man sich schon früh optionalen Aufgaben und dem Farmen zuwenden kann. Zudem kann man nun auch jederzeit hüpfen, einige neue Rätsel lösen, Städte erkunden, sich bei den Dialogfragen für verschiedene Antworten entscheiden und wenn der Anführer im Kampf stirbt, übernimmt man einfach die Rolle des Partners. Der Schwierigkeitsgrad könnte - je nachdem wieviel Zeit man fürs Farmen aufwendet - zwar etwas höher sein, aber der Hardcore-Spieler findet hier in einigen optionalen Bossaufgaben sicher auch noch die eine oder andere Herausforderung.
Die Story selbst hat mir in FFXIII zwar soweit besser gefallen (und es empfiehlt sich, dieses auch durchgespielt zu haben - oder sich zumindest etwas mit den Texterklärungen zur Vorgeschichte und den Charakteren im Spiel zu befassen), aber noch habe ich FFXIII-2 ja nicht beendet.
Neu ist übrigens auch, dass das dritte Partymitglied einem Monster vorbehalten ist, welches es erstmal einzufangen gilt. Letztendlich dürften so -bei einer umfassenden Erkundung- gut und gerne an die 100 verschiedene Monster zusammenkommen, die alle ihre eigenen Rollen- und Zauberfertigkeiten besitzen und sich im Kampf einsetzen lassen. Damit wiegt der Kritikpunkt, dass man sonst eigentlich immer nur mit Serah und Noel unterwegs ist, nicht mehr ganz so schwer, - erreicht man mit diesem System (auf kosten der Charakterpersönlichkeit) doch eine Partyvielfalt, die so ihresgleichen sucht.
Alles in allem sollte man dem Spiel sicher eine Chance geben, wenn man mit der Final Fantasy Serie etwas anfangen kann. Für Fans des 13. Teils ist das Spiel hingegen eh ein Pflichtkauf. ;)