Genre-typisch hat man das Spiel sehr schnell durchgespielt, zumal man hier auch mit unendlich Continues "verwöhnt" wird. Damit reduziert sich die Langzeitmotivation auch fast gänzlich auf die High-Score und Gamerscore Jagd in den unterschiedlichen Modis, - was etwas schade ist.
Zum Umfang: Wer den Blacklabel Modus spielt, darf eine 5. Person auswählen und ein weiteres Level bestreiten. In allen anderen Modis stehen Lediglich Kapitel 1-1, 1-2, 2-1, 2-2, 3-1, 3-2, 4-1, 4-2, ein Bonuslevel + das finale Bosslevel zur Verfügung. Dass diese Levels dann auch recht kurz sind und viele Standard-Gegner recycled werden, stösst zunächst etwas bitter auf, und man fragt sich, wieso man in all den Jahren und der neuen Technik nicht mehr zustande bringt. An die Genialität eines Ikaruga reicht der Titel zumindest nicht ganz heran, auch wenn Deathsmiles ähnlich wie Ikaruga ebenfalls komplett ohne waffenverstärkende Power-Ups auskommt und man somit chancenlose Bosskämpfe aufgrund eines vorherigen ablebens nicht zu fürchten hat. In Sachen Umfang setzt sich DeathSmiles aber doch knapp vor Ikaruga, da die letzten beiden Levels (+ das Bonuslevel im Black-Label Modus) doch umfangreicher sind, und das Spiel auch mit mehr Bosskämpfen aufwarten kann. Diese sind dann auch recht fordernd und trumpfen auf höheren Schwierigkeitsgraden gar mit neuen Moves auf. Genrefans werden mit dem Titel, trotz der Kritik, aber sicher ihren Spass haben, weshalb es auch eine kleine Schande wäre, den raren Titel nicht mit einem Kauf zu unterstützen. Auf der Rangliste sind bisher (logischerweise) zwar nur wenige Spieler vertreten, allerdings hat es darunter auch solche, welche schon die Importversion gespielt haben und die Rangliste anführen. Da man bei diesem Spiel kaum 1000 GS holt, spricht dieser Umstand dann auch eher für die Qualität des Spiels.
Die Story selbst ist genreüblich in wenigen Sätzen erzählt, weshalb es da von mir auch keine hohe Wertung gibt. Der Umstand, dass es die jeweilige Endsequenz zusammen mit der hervorragenden Musik aber dann doch irgendwie schafft, zu berühren, auch wenn man pro Charakter gerade mal 2-3 Bilder und einen kurzen Text vorgesetzt bekommt, weiss ich aber doch sehr zu schätzen. Gleichzeitig schmerzt es aber auch zu wissen, dass viel Potenzial ungenutzt blieb. Hätte man mehr Entscheidungen und damit verbundene Wegwechsel und Stages ins Spiel eingebaut, hätte Deathsmiles auch ein Ikaruga vom Shooter-Himmel gefegt.
Der Zweispielermodus funktioniert übrigens einwandfrei und macht auch weitgehend Spass. Allerdings sollte man auch hier mit Leuten spielen, die möglichst ohne Lebensverlust durchkommen wollen. Ansonsten macht das ganze recht wenig Sinn, da man mit jedem Treffer / Continue auch neue Bomben erhält und es ziemlich witzlos ist, wenn der Bildschirm ständig zugebombt wird. Der Umstand, dass sowohl von vorne als auch von hinten Gegner kommen und man in beide Richtungen feuern kann, ist dabei aber genau so interessant, wie die hilfreiche lock-on Funktion.
Grafisch geht es sehr bunt zu und her. Dass man aber auch bei hunderten von Kugeln selten den Überblick verliert, ist ein echtes Kompliment an das Spiel. Je nach Kugel-Bildschirmdichte verlangsamt sich das Spiel zwar deutlich - allerdings sind diese Slow-Downs auch nötig (beabsichtigt), wenn man einen Weg durch den Kugelhagel finden will. Ruckelorgien muss man jedoch keine befürchten. Selbst bei den grössten Bossen ist eine einwandfreie Spielbarkeit garantiert - wenngleich der letzte Boss nicht gerade fair erscheint. Der im Vergleich zur Arcadeversion verbesserte Xbox360 Modus ist nach Anpassung der Bildschirmgrösse aber sicher der grafisch ansprechenste Modus. Wer sich die Zeit nimmt, auf Figuren und Hintergründe zu achten, wird aber auch hier noch Verbesserungspotenzial entdecken, auch wenn es zugegeben wenige 2D-Shooter gibt, die besser aussehen (wobei die meisten ja auch so einige Jahre auf dem Buckel haben).
Der Sound selbst könnte etwas abwechslungsreicher sein - weiss aber ansonsten zu gefallen. Wer genug von der Musik hat, kann ansonsen immer noch irgendeine Techno-Mucke über das Xbox-Interface laufen lassen. Einige zusätzliche Sprachsamples hätten ebenfalls nicht geschadet.
Weitere Infos: Alle 4 (5) Charaktere haben unterschiedliche Feuermuster / Um einen hohen Highscore zu erzielen, muss man auf 1000 Itempunkte kommen und dann den Power-Up-Modus einsetzen. In diesem Modus erhält man für eine gewisse Zeit (sofern man nicht vorher getroffen wird) für jeden Abschuss zusätzliche Punkte.
Fazit: Spielmechanik, Gegner und Bosse, Story, Grafik, Sound - alles kann weitgehend überzeugen. Nur merkt man (je nach Erwartungshaltung) halt auch, dass viel Potenzial ungenutzt blieb, und der genretypisch knappe Umfang profitiert auch nicht gerade von den unendlich Continues. Da man die Levels auch im Trainingsmodus üben kann, ist es eh unverständlich, wieso man die Langzeitmotivation mit solchen Methoden abschwächt. Genrefans (oder Spieler die einfach mal wieder ein gutes 2D Shoot'em up zocken wollen) sollten aber dennnoch zugreifen. Bei entsprechenden Abverkaufszahlen kommen evtl. auch noch andere Cave-Shooter nach Europa und für den Preis von 55Fr.- lohnt sich der Kauf in anbetracht der Spielqualität und des Inhalts (Spiel + Soundtrack CD + Desktopinhalte) allemal. Und wer soweit ist, dass er im genialen 1.1. Modus auf Stufe 3 die ersten paar Levels ohne Lebensverlust und Bomben überlebt, wird den Shooter lieben. ^^
Pro
Für Genrefans trotz der Kritik ein Must-Have
Soundtrack-CD liegt bei
Das DeathSmiles komplettpaket (mit allen Arcade-Versionen und Spielmodis)
Siehe Text und Fazit
Contra
Umfang genretypisch mal wieder recht kurz
Viele gute Ansätze - doch es blieb auch Potenzial ungenutzt
Unendlich Continues / einige unfaire Boss-Schuss-Muster
Etwas unausgewogene Charaktere (siehe auch Rangliste) - Da vermisse ich doch noch etwas die Ausgeglichenheit bzw. eine attraktive Figuren-Individualität
Kommentar
Genre-typisch hat man das Spiel sehr schnell durchgespielt, zumal man hier auch mit unendlich Continues "verwöhnt" wird. Damit reduziert sich die Langzeitmotivation auch fast gänzlich auf die High-Score und Gamerscore Jagd in den unterschiedlichen Modis, - was etwas schade ist.Zum Umfang:
Wer den Blacklabel Modus spielt, darf eine 5. Person auswählen und ein weiteres Level bestreiten. In allen anderen Modis stehen Lediglich Kapitel 1-1, 1-2, 2-1, 2-2, 3-1, 3-2, 4-1, 4-2, ein Bonuslevel + das finale Bosslevel zur Verfügung. Dass diese Levels dann auch recht kurz sind und viele Standard-Gegner recycled werden, stösst zunächst etwas bitter auf, und man fragt sich, wieso man in all den Jahren und der neuen Technik nicht mehr zustande bringt. An die Genialität eines Ikaruga reicht der Titel zumindest nicht ganz heran, auch wenn Deathsmiles ähnlich wie Ikaruga ebenfalls komplett ohne waffenverstärkende Power-Ups auskommt und man somit chancenlose Bosskämpfe aufgrund eines vorherigen ablebens nicht zu fürchten hat. In Sachen Umfang setzt sich DeathSmiles aber doch knapp vor Ikaruga, da die letzten beiden Levels (+ das Bonuslevel im Black-Label Modus) doch umfangreicher sind, und das Spiel auch mit mehr Bosskämpfen aufwarten kann. Diese sind dann auch recht fordernd und trumpfen auf höheren Schwierigkeitsgraden gar mit neuen Moves auf.
Genrefans werden mit dem Titel, trotz der Kritik, aber sicher ihren Spass haben, weshalb es auch eine kleine Schande wäre, den raren Titel nicht mit einem Kauf zu unterstützen.
Auf der Rangliste sind bisher (logischerweise) zwar nur wenige Spieler vertreten, allerdings hat es darunter auch solche, welche schon die Importversion gespielt haben und die Rangliste anführen. Da man bei diesem Spiel kaum 1000 GS holt, spricht dieser Umstand dann auch eher für die Qualität des Spiels.
Die Story selbst ist genreüblich in wenigen Sätzen erzählt, weshalb es da von mir auch keine hohe Wertung gibt. Der Umstand, dass es die jeweilige Endsequenz zusammen mit der hervorragenden Musik aber dann doch irgendwie schafft, zu berühren, auch wenn man pro Charakter gerade mal 2-3 Bilder und einen kurzen Text vorgesetzt bekommt, weiss ich aber doch sehr zu schätzen.
Gleichzeitig schmerzt es aber auch zu wissen, dass viel Potenzial ungenutzt blieb. Hätte man mehr Entscheidungen und damit verbundene Wegwechsel und Stages ins Spiel eingebaut, hätte Deathsmiles auch ein Ikaruga vom Shooter-Himmel gefegt.
Der Zweispielermodus funktioniert übrigens einwandfrei und macht auch weitgehend Spass. Allerdings sollte man auch hier mit Leuten spielen, die möglichst ohne Lebensverlust durchkommen wollen. Ansonsten macht das ganze recht wenig Sinn, da man mit jedem Treffer / Continue auch neue Bomben erhält und es ziemlich witzlos ist, wenn der Bildschirm ständig zugebombt wird.
Der Umstand, dass sowohl von vorne als auch von hinten Gegner kommen und man in beide Richtungen feuern kann, ist dabei aber genau so interessant, wie die hilfreiche lock-on Funktion.
Grafisch geht es sehr bunt zu und her. Dass man aber auch bei hunderten von Kugeln selten den Überblick verliert, ist ein echtes Kompliment an das Spiel. Je nach Kugel-Bildschirmdichte verlangsamt sich das Spiel zwar deutlich - allerdings sind diese Slow-Downs auch nötig (beabsichtigt), wenn man einen Weg durch den Kugelhagel finden will. Ruckelorgien muss man jedoch keine befürchten. Selbst bei den grössten Bossen ist eine einwandfreie Spielbarkeit garantiert - wenngleich der letzte Boss nicht gerade fair erscheint.
Der im Vergleich zur Arcadeversion verbesserte Xbox360 Modus ist nach Anpassung der Bildschirmgrösse aber sicher der grafisch ansprechenste Modus. Wer sich die Zeit nimmt, auf Figuren und Hintergründe zu achten, wird aber auch hier noch Verbesserungspotenzial entdecken, auch wenn es zugegeben wenige 2D-Shooter gibt, die besser aussehen (wobei die meisten ja auch so einige Jahre auf dem Buckel haben).
Der Sound selbst könnte etwas abwechslungsreicher sein - weiss aber ansonsten zu gefallen. Wer genug von der Musik hat, kann ansonsen immer noch irgendeine Techno-Mucke über das Xbox-Interface laufen lassen. Einige zusätzliche Sprachsamples hätten ebenfalls nicht geschadet.
Weitere Infos: Alle 4 (5) Charaktere haben unterschiedliche Feuermuster / Um einen hohen Highscore zu erzielen, muss man auf 1000 Itempunkte kommen und dann den Power-Up-Modus einsetzen. In diesem Modus erhält man für eine gewisse Zeit (sofern man nicht vorher getroffen wird) für jeden Abschuss zusätzliche Punkte.
Fazit: Spielmechanik, Gegner und Bosse, Story, Grafik, Sound - alles kann weitgehend überzeugen. Nur merkt man (je nach Erwartungshaltung) halt auch, dass viel Potenzial ungenutzt blieb, und der genretypisch knappe Umfang profitiert auch nicht gerade von den unendlich Continues. Da man die Levels auch im Trainingsmodus üben kann, ist es eh unverständlich, wieso man die Langzeitmotivation mit solchen Methoden abschwächt. Genrefans (oder Spieler die einfach mal wieder ein gutes 2D Shoot'em up zocken wollen) sollten aber dennnoch zugreifen. Bei entsprechenden Abverkaufszahlen kommen evtl. auch noch andere Cave-Shooter nach Europa und für den Preis von 55Fr.- lohnt sich der Kauf in anbetracht der Spielqualität und des Inhalts (Spiel + Soundtrack CD + Desktopinhalte) allemal. Und wer soweit ist, dass er im genialen 1.1. Modus auf Stufe 3 die ersten paar Levels ohne Lebensverlust und Bomben überlebt, wird den Shooter lieben. ^^